| Heinz Ludwig ist der dritte und weniger
bekannte Zeichner der Meckiseiten in der HÖRZU der 60er Jahre. Seine
Arbeit an den Meckiseiten beschränkt sich auf je eine Geschichte in
den Jahren 1963 – 1966.
Von Heinz Ludwig stammen die Geschichten:
1963: 15 –21 Besuch aus der Kiste
1964: 15-26 Das Geheimnis des dicken Herzogs
1965: 22-35 Poppo baut eine Rakete
1966: 40-48 Das Zauberpulver
Er wurde am 28.07.1906 in Berlin geboren.
Von 1913 bis 1926 besuchte er das Schillergymnasium in Lichterfelde und
machte dort sein Abitur. Anschließend war er Bühnenbildvolontär
am Friedrich-Theater in Dessau wo er auch eine Lehre absolvierte. Danach
studierte er an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte
Kunst in Berlin-Charlottenburg. Er bestand die Atelierprüfung und
erhielt für seine Arbeiten die Bronze Medaille.
Bereits seit 1931 veröffentlichten
die Zeitschriften „Die Woche“ und die „Lustigen Blätter“ Arbeiten
von ihm. In Berlin lernte er seine Frau Lisa Reh kennen und heiratete 1933.
Das Ehepaar zog nach Königsberg/Ostpreußen. Dort arbeitete er
einige Jahre als Bühnenbildner und Ausstattungschef am Opernhaus zu
Königsberg. Aus der Ehe stammen 4 Kinder.
1935 war er als selbstständiger Maler
und Graphiker in Berlin tätig. Durch seine erfolgreichen Aquarelle
erhielt er allmählich zahlreicher werdende Aufträge für
Zeitschriften und Buchillustrationen. Er arbeitete für die verschiedensten
Zeitschriften aus den Verlagen Ullstein, Scherl und Otto Beyer, z.B. für
„Die neue Linie“ 1937-1940, für die lustigen Blätter“, Velhagen
und Klasings-Monatshefte, und „Westermanns Monatshefte“. 1937 erhielt er
den 1. Preis im Wettbewerb „Berliner Weihnachtsmarkt 1936“ und den 3. Preis
beim Wettbewerb der Terra „Der Maler und sein Werk“.
Von 1939 bis 1945 wurde er von der Wehrmacht
eingezogen und 1944 am rechten Arm schwer verwundert. Zum Glück wurde
er nach zwei Monaten aus der russischen Gefangenschaft im Juni 1945 entlassen.
Nun arbeitete er als Maler und Grafiker
in der SBZ und illustrierte z.B. Kinder- und Jugendbücher für
den Alt-Berliner Verlag, für Chronos und Felguth in der Zeit von 1947
bis 1952.
Durch seine politischen Karikaturen für
West-Berliner Verlage (unter Pseudonym) hatte er sich bei den Ostmachthabern
schon so unbeliebt gemacht, daß er einer Verhaftung nur knapp durch
einen vorbereiteten Umzug nach West-Berlin entgehen konnte. Der sog. VoPo
fiel nur einem „Pendler“ auf, der täglich schwer an Künstlermappen
mit seinem Archivmaterial zu tragen hatte.
In West-Berlin angekommen, erhielt er wieder
zahlreiche Aufträge aus einer Vielzahl an Verlagen und setzte seine
Arbeit als Pressezeichner fort. Als freier Mitarbeiter beim „Tagesspiegel“
mit Karikaturen, bei den Zeitschriften „Merian“, „Herren-Journal“, „Deutschland
Revue“, „Hör Zu!“, „Für Sie“. Für die beiden letztgenannten
gestaltete er Bildergeschichten (Mecki u.a.). Außerdem arbeitete
er für Tageszeitungen und illustrierte Buchumschläge, Buchinhalte
sowie Weinkarten und Bildlandkarten.
1954 illustrierte er für Ode paris
– Edition Ode-Allemagne. Sein letztes illustriertes Buch erschien 1969:
„Berlin, wie es ißt und trinkt, ein Bummel durch die Friedrichstraße“:
1957 war er künstlerischer Mitarbeiter
bei der Interbau Berlin. 1958 wurde er Mitglied im Bundesverband „Bildende
Künstler Berlins“. In den 50er und 60er Jahren war er einige Male
auf der Berliner Kunstausstellung vertreten. 1968 wurde er Mitglied des
Journalistenverbandes Berlin.
Am 30.05.1970 starb er während der
Arbeit in seiner Berliner Wohnung.
Info und Text entnommen aus dem
„Stachelkopf“ Zeitschrift des Mecki-Fanclubs.
Text: Klaus Aschhoff
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